Bewegungstherapie
Was das Geheimnis
meiner strahlenden Gesundheit ist?
Immer wenn der Drang,
Sport zu treiben, mich überkommt, lege ich mich hin und warte bis der Anfall
vorüber ist.
J.P. Mc EVOYIM "Amerikan
Mercury von 1939 "
Bewegung und Ausgleichsport
Körperliche
Bewegung ist die beste Vorbeugung einer koronaren Herzkrankheit, körperliche
Aktivität hat aber auch nach einem Herzinfarkt oder einer Bypass - Operation
große Bedeutung. Das ist darauf zurückzuführen, dass körperliche Schonung
zwangsläufig einen Abbau der körperlichen Belastbarkeit verursacht. Bei Bettruhe
wird die Belastbarkeit auf ein Minimum reduziert. Umgekehrt kann die
Belastbarkeit, bei regelmäßigem Training, entsprechend der Intensität auch
gesteigert werden. Ein Abbau der Leistungsfähigkeit erfolgt in nur wenigen
Wochen. Zu einer Wiedergewinnung sind viele Wochen bis Monate nötig, da
Herzkranke nur mit großen Einschränkungen wirklich trainieren können.
Regelmäßige körperliche Bewegung hat damit nicht nur einen vorbeugenden, sondern
auch einen präventiven, gleichermaßen auch einen wiederaufbauenden oder
rehabilativen Effekt. Der als Folge einer Zwangsweisen körperlichen Schonung,
zum Beispiel der nach einem Herzinfarkt eingetretene Leistungsverlust, kann
unter Umständen wieder behoben werden. Die Bewegung wird damit zur Therapie.
Durch das immer Besserwerdende Zusammenspiel der Muskeln wird das Herz mehr und mehr
entlastet. Es muss weniger Sauerstoff und Blut in die Muskeln pumpen, um die
Leistung zu erreichen. Folglich muss es weniger schnell schlagen und auch die
Atmung wird ruhiger. Mit Hilfe der Bewegungstherapie wird das Herz also
zunehmend geschont. Aber natürlich nur, wenn die Bewegung richtig dosiert wird.
Die Dosierung sollte mit dem Hausarzt aufgrund des Krankheitsverlaufs bestimmt
werden.
Welche
Sportarten sind geeignet ?
Geeignet
sind Übungen, die möglichst viele Muskeln dynamisch, also in der Bewegung
beanspruchen und lange andauern, um einen Effekt auf das periphere
Kreislaufsystem zu erzielen. Wir empfehlen unseren Gruppenmitgliedern, alle
Ausdauerübungen, wie lange Spaziergänge oder Walking, wobei Herzkranke beim
Walking vorsichtig sein sollten und sich nicht in ein anstrengendes
Walkingtraining stürzen. Wir bieten unseren Gruppenmitgliedern einmal im Monat
eine Wanderung oder Walking, je nach Gesundheitszustand des einzelnen, an. Beim
Walking oder schnellem Laufen sollte man noch mit seinem Nachbarn ohne
Anstrengung reden können. Auch Radfahren, Skiwandern und Schwimmen sind
geeignet. Gerade Schwimmen bei einer Wassertemperatur von 28 bis 32 Grad ist bei
älteren Patienten von Vorteil, weil der Wasserauftrieb alle Bewegungen
erleichtert.
Welche
Sportarten sind nicht geeignet?
Nicht
geeignet sind Sportarten, die mit Pressatmung verbunden sind, wie Heben,
Stemmen, Liegestützen, Sprinten, Tauchen oder angestrengtes
Schwimmen - auch Leistungs- - und Wettkampfsportarten. Wichtig ist auch, dass
dem Leistungstyp, der unter Koronarkranken häufig vorkommt, der spielerische
Charakter der Bewegung bewusst gemacht wird. Er sollte nicht sein Wochenpensum
mit zusammengebissenen Zähnen ableisten, denn man sollte bei der Bewegung
genauso Spaß daran haben wie bei der Ernährung.
Mindestens genauso wichtig
wie die körperlichen Effekte- vielleicht sogar noch bedeutsamer - sind die
psychologischen Auswirkungen der Bewegungstherapie beim Koronarkranken. Die
Selbsterfahrung zunehmender körperlicher Leistungsfähigkeit und die Erweiterung
von bisher erlebten Grenzen, steigern das Selbstvertrauen und die Lebensfreude;
sie verringern die zwar selten ausgesprochene, oft aber vorhandene Angst. Unter
diesem Aspekt ist Bewegungstherapie eine wichtige Form der Psychotherapie.

Bewegung
sollte sich nicht nur auf die Sportschau beschränken !!!!!!

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Entspannung